Klartext - aus aktuellem Anlass

Hobbyjagd und Freizeitangelei vs. Massentierhaltung: Die Cholera als Argument für die Pest.

Die Rechtfertigung ihrer für Tiere - und zum Teil für Mitmenschen, Stichwort „Jagdunfälle“ - letalen Freizeitaktivitäten bewegt sich bei jagenden und angelnden Hobbyisten auf argumentativ recht dünnem Eis. Nachdem zunehmend auch die Legende der Jagd als adäquates Mittel zur Abwehr landwirtschaftlicher Schäden an der wissenschaftlich untersuchten Realität zerschellte, stehen die jagenden Freizeitler, bis auf ihr letztes Scheinargument, „Tradition“, argumentativ ziemlich entblößt da. Bei den Freunden des Würmerbadens, pardon: den Angelsportlern, sieht es ähnlich aus. Das Alibi des Interesses an einem gesunden Fischbestand - meist verbunden mit Hasstiraden gegen den Beutekonkurrenten „Kormoran“ und von diesem verletzter Fische - blamiert sich regelmäßig bereits an dem Umstand, dass durch die nicht-selektive Fangmethode „Angel“ jeder am Haken hängende Fisch verletzt wird - wobei die nicht verwertbaren Fische verletzt wieder ins Gewässer geworfen werden. Je mehr Hobbyangelei, desto ungesünder also der Fischbestand. Wo aber aus niederen Motiven heraus geangelt und geschossen wird, da bleibt die Logik nun einmal buchstäblich auf der Strecke.


Statt sich nun aber mit ihrer Situation abzufinden und mit der gebotenen Ehrlichkeit gegenüber der Öffentlichkeit einzuräumen, dass ihr maßgebliches Motiv in der beim Töten von Tieren empfundenen Freude liegt, wird beständig nach weiteren Ausreden gesucht.

Eine zunehmend beliebte Rechtfertigung scheint hier die Aussage zu bilden, dass Jagd und Angelei aus Sicht des Tier- und Naturschutzes eine „bessere“ Möglichkeit der Nahrungsbeschaffung böten als Supermärkte. Hierdurch wird möglicherweise beim einen oder anderen Leser der Eindruck erweckt, Hobbyjäger und -Angler hätten für sich den Bedarf einer Kritik an den in Massentierhaltungen herrschenden Produktionsbedingungen entdeckt. Dem ist natürlich nicht so.

Kritik an den in der Massentierhaltung herrschenden Bedingungen ist aus verschiedenen Gründen geboten und richtig. Dies sowohl unter dem Aspekt des Tierschutzes als auch unter jenem des Umweltschutzes als auch im Hinblick auf akute, durch solche Produktionsweise forcierte Gesundheitsgefahren durch die Entstehung pathogener Krankheitserreger. Exemplarisch sei die Problematik multiresistenter bakterieller Keime (E-coli und Salmonella) und auch das Risiko der Mutation niedrig pathogener Viren in hoch pathogene Varianten genannt. Hierzu sei weiterführend auf die Webseiten des WAI verwiesen.

Weder die Frage, warum es überhaupt Massentierhaltungen gibt, nämlich, dass die Lebensmittelproduktion in dieser Gesellschaft zuvorderst ein Geschäft ist, bei dem Massentierhaltung deswegen ein marktwirtschaftliches Muss ist, weil dadurch eine größere Masse an Kapital in Bewegung gesetzt wird, noch die Frage nach einer Bewertung der Haltungsbedingungen unter ethischen Gesichtspunkten kommt den Jägern in den Sinn.

Kein Jagdverband, der sich je öffentlich für die Abschaffung der Massentierhaltung einsetzte, keine Demonstration gegen z.B. Geflügelintensivhaltung, auf welcher Jäger oder Angler sichtbar vertreten waren.

Festzuhalten ist somit zunächst einmal, dass es den Jägern und Anglern gar nicht um die Beseitigung bestehender Missstände geht. Wenn sie gegen eine Kritik ihrer Freizeitbeschäftigung nun also das Schlagwort „Massentierhaltung“ in Anschlag bringen, dann geschieht dies nicht, weil sie womöglich ihr Herz für dort leidende Tiere entdeckt hätten, sondern weil sie einen Missstand an einem anderen Missstand zu relativieren beabsichtigen.

Ausgeblendet wird hierbei - aus gutem Grund - stets, dass es wohlbegründeten Anlass zur Kritik sowohl an Jagd und Angelei als auch an Massentierhaltung geben könnte. Die Möglichkeit, ein Mensch könne gleichermaßen beides kritisieren, ist in Kreisen der intellektuellen Kompaktklasse offenbar gar nicht vorgesehen.

Auch nicht, dass das „Argument“ einer vorgeblich umwelt- und tierschutzverträglicheren Volksernährung sich an der Tatsache blamiert, dass in der heutigen, urbanisierten Landschaft die Natur bereits nach einem Tag buchstäblich restlos leergeschossen wäre, angesichts einer ausschließlich mit Jagdbeute zu sättigenden Bevölkerung von 83 Millionen Menschen hierzulande. Um das zu erkennen, bedarf es keines Mathematikstudiums. Irgendein Schulabschluss sollte dazu hinreichen, beim „Grünen Abitur“ stellen sich bei mir jedoch bereits begründete Zweifel ein.

Es gibt heutzutage eine zunehmende Zahl von Menschen, die für sich selbst den Entschluss gefasst haben, auf den Verzehr von Fleisch zu verzichten und sich vegetarisch zu ernähren. Eine ebenfalls steigende Anzahl von Leuten lehnt den Verzehr sämtlicher tierischer Erzeugnisse ab. Ich selbst gehöre zu keiner der genannten Gruppen, verstehe aber durchaus die Gründe, welche diese Menschen zu ihrem Entschluss hinleiteten. Mein (pragmatischer) Standpunkt ist, dass man nach paläoanthropologischer Sicht dem Menschen ruhigen Gewissens eine omnivore Ernährungsweise zuzugestehen nicht umhin kommt. Unabhängig davon steht außer Frage, dass das Ausmaß des Fleischkonsums in dieser Gesellschaft eine für Mensch und Tier außerordentlich ungesunde Dimension erreicht hat.

Das sakrosankt heilige Wachstum dieser Marktwirtschaft - eben auch jenem der „Fleischindustrie“ - fordert auch hier seinen Tribut zulasten jeder Vernunft.

Grotesk wird es ebenfalls dann, wenn Jäger einem Vegetarier das Tragen von Gürtel und Lederschuhen vorwerfen, weil auch hierfür Tiere sterben (und zum Teil tatsächlich auch leiden) mussten. Auch hier ist festzustellen, dass das Eine mit dem Andern schlichtweg wenig bis gar nichts zu tun hat. Einerseits ist es nur als frech zu bezeichnen, wenn ausgerechnet die jagende Zunft zwar die Sammelstellen der Tierkörperbeseitigungsanlagen mit nicht verwerteten Raubsäugerkadavern bestückt, aber im Weiteren die ökonomisch-effiziente Verwertungsstrategie der Hersteller „tierischer Produkte“ als verwerflich darstellt. Andererseits handelt es sich insbesondere bei Leder - im Gegensatz zu Fleisch - um ein Erzeugnis, dessen Gebrauchswert die Verwendung immerhin in einigen, wenigen Bereichen (z.B. Motorradkombis, Arbeitsschutzkleidung und z.T. auch Schuhwerk) mangels sinnvoller Alternativen angebracht oder zumindest tolerierbar erscheinen lässt.

Wenn Jäger also zur Rechtfertigung ihres Hobbys nicht einmal vor seitens ihrer Kritiker getragener Schuhe und Gürtel halt machen, verwundert dabei schon, dass sie nicht gleich auch zum generellen Konsumverzicht aufrufen. Egal ob Produkte der Unterhaltungsindustrie, Autos nebst von diesen benötigter Betriebsstoffe, Strom, Baustoffe usw. usf. - auch durch deren Produktion sterben und leiden Tiere. Sei es durch unmittelbare Lebensraumzerstörung oder, mittelbar,  durch im Rahmen der Produktion freigesetzte Schadstoffe.

Dies wiederum, liebe Jäger, ist einem verqueren Werteverständnis einer ökonomisch determinierten Gesellschaft geschuldet, deren Direktiven „Konsum“ und „Wachstum“ lauten. In Kombination mit einer Überpopulation von derzeit 8 Milliarden Trockennasenaffen - „Plagenstärke“ sag’ ich nur - ergibt sich das jämmerliche Bild, das sich einem heute beim Blick auf Tier und Natur bietet.

Auch wenn ich mich - aus stets begründetem Anlass -  mitunter zu wenig rücksichtsvollem Umgang mit meinen Mitmenschen genötigt sehe: Vom Durchschnittsbürger die nötige Kraft zum Ausbruch aus den ihm oktroyierten Bedingungen zu erwarten, ist derzeit (noch) illusorisch.

Auf der anderen Seite bedeutet, den Leuten den Konsum von z.B. Leder vorzuwerfen, die politische Ökonomie in ihrer Gesamtheit infrage zu stellen. Dies wiederum - auch wenn es hierfür sehr gute Gründe gibt - würde ich am allerwenigsten dem rechtskonservativen Spektrum, dem der gemeine Jäger gewöhnlich zuzuordnen ist, zutrauen.

Der brauchtümelnde Waidmann als Revolutionär - eher dürfte der Papst aus der Kirche ausgetreten sein.

Was also ist von der neuen Variante des „Scheiße nach Geruch sortierens“ („Jagen und angeln ist besser als der Verzehr von Fleisch und Fisch aus dem Supermarkt“) praktisch zu halten?

Sie haben vollkommen Recht: gar nichts!

Werner Hupperich
 

Gans bestimmt unbestimmt altersbestimmt - noch eine Jägerlegende.

Im Zusammenhang mit der auf durch von Ausnahmegenehmigungen "legitimierten" jagd auf Kanadagänse zwischen August und Oktober 2009 in NRW verlautet sowohl aus Jägerkreisen als auch u.a. seitens der Unteren Jagdbehörde, Junggänse seien leicht an Hand ihres Gefieders von Altvögeln unterscheidbar.

Die Aussage einer Unterscheidbarkeit an Hand des Gefieders trifft in so weit zu, als dass nicht flügge Junggänse tatsächlich auf den ersten Blick an Hand ihres Jugendgefieders zu erkennen sind. Mit der Unterscheidbarkeit auf den ersten Blick ist es allerdings zumeist nach etwa 60 Tagen vorbei.

Das Alter einer Gans möglichst präzise feststellen zu können, ist insbesondere in der Verhaltensforschung und Ökologie von großer Wichtigkeit. So lassen sich etwa Familienverbände lokalisieren und gegebenenfalls für über längere Zeiträume vorgesehene Untersuchungen kennzeichnen. Unter Bedingungen, wie sie in sorgfältig vorbereiteten und durchgeführten wissenschaftlichen Projekten herrschen, gestaltet es sich nicht sonderlich schwierig zumindest den diesjährigen Nachwuchs von adulten Gänsen zu unterscheiden. Eine einigermaßen exakte Altersbestimmung mehrjähriger Gänse gestaltet sich allerdings bereits äußerst schwierig und ist nur erfahrenen Vogelkundlern bei gefangenen Gänsen möglich.

Eine Unterscheidbarkeit unter den Bedingungen einer Jagd ist entgegen anders lautender Behauptungen U N M Ö G L I C H.

Wegen der großen Beliebtheit unseres „Jägerquiz“ so wie unserer Hinweise auf die Verwechslungsgefahr von geschützten bzw. geschonten Arten bei der Gänsejagd, möchte ich unseren Lesern hier erneut die Gelegenheit bieten, sich am Beispiel zweier Fotos ein eigenes Urteil zu bilden.

Wobei diese Fotos unter geradezu idealen Bedingungen aufgenommen wurden (klare Sicht, gute Lichtverhältnisse, die Gänse befinden sich am Boden..), welche während der Jagd schlichtweg nicht zu erwarten sind (Dunst, Gegenlicht, sehr kurzes Zeitfenster für den Schützen zwischen Wahrnehmung der fliegenden Gänse und Schussabgabe..).

Welches der beiden Aufnahmen zeigt im Vordergrund die Junggans und welches zeigt im Vordergrund eine ausgewachsene Gans?

 Kanadagans A

 

Kanadagans B 

Die Auflösung folgt weiter unten. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auflösung: Foto A zeigt eine ausgewachsene Kanadagans, Foto B zeigt eine ca. acht Wochen alte Junggans.

Folgende Unterscheidungsmerkmale können Sie auf den beiden Fotos erkennen:

  • Das Gefieder der Junggänse weist insgesamt verwaschen wirkende Konturen auf, achten Sie dabei insbesondere auf die nur undeutlich erkennbaren Ränder des Rückengefieders.
  • Beim Jungvogel sind die Federspitzen gerundet, wogegen diese beim ausgewachsenen Vogel eher kantig wirken. Dadurch entsteht bei der adulten Gans ein deutliches Strichmuster, deren Linien vom Rückengefieder in die Bauchzeichnung verlaufen.
  • Beim Jungvogel hebt sich der schwarze Halsansatz nicht so deutlich ab, wie es beim Altvogel der Fall ist. Am Übergang mischt sich das Schwarz mit der Farbe des Brustgefieders, wogegen die Alttiere einen deutlich abgegrenzten, schwarzen Ansatz (wie im untereren Foto erkennbar) mit sehr klarem Rand aufweisen. Der bereits erwähnte „Mischbereich“ welcher zum Brustgefieder hin verblasst, fehlt ganz. Dieser kann aber – worauf der Vollständigkeit halber hingewiesen sein soll – bei einigen dunkler gefärbten Unterarten der Kanadagans auch bei ausgewachsenen Tieren auftreten.

Fazit: Wieder einmal stellte sich das seitens der Jägerschaft vorgetragene "Fachwissen" als dummes Zeug heraus. Der in schöner Regelmäßigkeit wieder besseren Wissens behauptete Unfug einer klaren Zielansprache i. S. von unter den Bedingungen einer Jagd eindeutig bestimmbarer Individuen findet am aktuellen Beispiel der "Altersselektion von Kanadagänsenen" ein neuerliches Highligt. Wenngleich auch ein faktisch sehr trauriges. Neben der Tragödie buchstäblich zerschossenener Familienverbände sollte uns allen allein der Gedanke in größte Sorge versetzen, dass sich ganz offenbar mit Schusswaffen ausgestattete ökologische Analphabeten im Trachtenlook ungehindert durch die Natur bewegen - und in grenzenloser Arroganz, gepaart mit einer gehörigen Portion Rücksichtslosigkeit, höchst willkürlich auf Lebewesen schießen. Als Krönung der Selbstgefälligkeit besitzen diese Leute dann obendrein die Frechheit, ihr Tun der staunenden Öffentlichkeit als angewandten Naturschutz verkaufen zu wollen.

Werner Hupperich

Service für Jäger: Jagdreisen

Und wieder reicht die Gänsewacht den Jagdscheininhabern freundschaftlich die Hand

Ein Gänswacht-Service für nicht ausgelastete Jäger: Vorstellung einer kostenlosen Jagdreise

  • Die bestehenden Jagdzeiten sind Ihnen zu kurz?
  • Die in Deutschland zugelassenen Jagdwaffen sind Ihnen zu langweilig?
  • Durch die vielen Schikanen seitens der Gesetzgeber (Naturschutzgesetze, internationale Artenschutzkonventionen etc.) fühlen Sie sich in Ihrer waidmännischen Freiheit zu sehr eingeschränkt?
  • Penetrant nervige Tier-, Natur- und Umweltschützer behindern Sie in der freien Entfaltung Ihrer Persönlichkeit und schränken Sie darin ein, Ihre Neigungen und Vorlieben so auszuleben, wie Sie es gerne würden?


Das muss nicht sein!

Nehmen Sie sich die Freiheit, dann zu schießen, wann sie wollen und auf wen Sie wollen. Schlagen Sie sich nicht länger mit lästigen Argumenten ignoranter Wissenschaftler herum, kehren Sie weltfremden Ethikern und verrückten Tierschützern den Rücken und ärgern Sie sich nicht länger über selbsternannte Gänsefreunde.

Lassen Sie es statt dessen dort einmal nach Herzenslust richtig krachen, wo die Natur noch Natur ist und der Schütze noch so schießen darf, wie er es für richtig hält.

Der us-amerikanische Veranstalter für Jagdreisen, die Blackwater Worldwide Inc. mit Sitz in North Carolina, bietet entsprechende Reisen an. Und das Schönste: Für die Teilnehmer sind diese völlig kostenlos! Nicht einmal Ihre eigenen Jagdwaffen müssen Sie mitbringen - Sie bekommen von diesem jägerfreundlichen Unternehmen alles gestellt, was Sie an Ausrüstung benötigen, vom festen Schuhwerk über tolle Waffen bis hin zum knitterfreien Jagdhut.

Gleich nach Ihrer Ankunft bekommen Sie zur Reisevorbereitung ein kurzes, aber intensives Training spendiert, in welchem Sie sowohl Gelegenheit erhalten, durch sportlicher Betätigung Ihre Fitness zu verbessern so wie auch sich mit Ihren neuen Jagdwaffen vertraut zu machen. Nach kurzer Unterweisung in die landestypischen Gepflogenheiten der verschiedenen Reiseländer kann es dann auch schon losgehen.

Gemeinschaftsjagd im harmonischen Team.

 

Regulieren Sie zum Beispiel die Überpopulation an Haplorrhini (Gattung: Homo sapiens) im schönen Irak, welche dort den armen Landwirten die Felder kahl fressen oder helfen Sie in Nordkorea dabei, der Kommunistenplage Herr zu werden oder vergrämen Sie an der somalischen Küste Piraten, die den dortigen Freibadbetreibern permanent die Strände verkoten - endlich dürfen Sie ganz Sie selbst sein. Und all das wie gesagt, ohne dass Sie dafür auch nur einen Cent bezahlen müssten. Selbst wenn Sie im Eifer der Jagd mal eine geschonte Art – im Fachjargon dort als „Zivilist“ bezeichnet.- erlegen sollten: Kein Problem! Ihr Reiseleiter wird dem mit vollem Verständnis begegnen. Fehlabschüsse können eben immer mal wieder vorkommen. Diese kann man bei Blackwater-Reisen – im Gegensatz zur heimatlichen Gänsejagd - einfach allabendlich mit auf der Strecke verblasen.

Um unnötige Kosten einer Buchung per Post zu vermeiden, treten Sie Ihre Reise am besten einfach an und stellen sich gleich persönlich beim Reiseveranstalter vor:


Kostenlose Jagdreisen - ganz einfach buchen

 

Xe - Blackwater Worldwide
850 Puddin Ridge Road
Moyock, North Carolina - USA


Fremdsprachen müssen Sie übrigens nicht beherrschen. Man wird Sie dort auch so verstehen.

Für die Einreise in die USA sollten Sie (einige Formalitäten lassen sich leider nicht zur Gänze vermeiden) Ihren Jagdschein gemäß unten gezeigter Abbildung anpassen. Das beschleunigt die Abfertigung am Zielflughafen ungemein.

Leichte Änderungen erleichtern die Einreiseformalitäten.

 

Übrigens: Sollte es bei Ihrer Reise wider Erwarten zu Komplikationen kommen – mitunter leistet das „Wild“ Widerstand (das ist vom Veranstalter eigens so eingerichtet, um den Nervenkitzel erhöhen) -, so ist Ihre Rückreise in jedem Fall gewährleistet. Selbst um eine Reiseversicherung brauchen Sie sich nicht zu kümmern. Für den schonenden Liegend-Rücktransport in die Heimat hält der Veranstalter schicke Kunststoffsäcke mit Reißverschluss und Trageschlaufen vor. Sollten Sie noch in diesem Jahr eine Reise buchen, so wird Ihre Rücküberführung sogar mit einer Sonderauflage (Aufdruck: „Darwin-Jahr 2009 – Ich war dabei!“, in goldenen Lettern und mit Eichenlaub umrahmt) durchgeführt.

Die Gänsewacht wünscht Ihnen dazu viel Glück.

Heil Waidmann!

Zum Abschuss der Junggänse in MH

Zum Abschuss der Junggänse in Mülheim (Ruhr) im Sommer/Herbst 2009:

In diesem Monat wurden uns die offiziellen Abschusszahlen der im Rahmen von „Ausnahmegenehmigungen“ in Mülheim a.d. Ruhr getöteten Kanadagänse mitgeteilt.

Genannt wurden dabei seitens der Unteren Jagdbehörde:

Monat
Junggänse
Altvögel
August
19
8
September
49
35
Oktober
21
18
Gesamt:
89
61

Eine Antwort auf die Frage, wie denn eigentlich Junggänse, welche im Rahmen besagter Ausnahmegenehmigung vermehrt getötet werden sollten (die Gänsewacht berichtete u.a. hier darüber), klar von den Elterntieren zu unterscheiden seien, liefern uns indes Jägerkreise frei Haus. Ihrem grün-abituriellen „Fachwissen“ zufolge sei eine eindeutige Unterscheidung der Junggänse von den Altvögeln an Hand des Gefieders möglich.

Bis zur Erlangung ihrer Flugfähigkeit, welche die Junggänse nach etwa 60-70 Tagen erreichen, sind die Jungvögel an ihrem gelblichen Jugendgefieder leicht von den adulten Tieren zu unterscheiden. Andererseits unterscheiden sich die Jungvögel nach erreichen ihrer Flugfähigkeit von den Altvögeln lediglich in gegenüber diesen stärker gerundeter Rücken- und Schulterfedern, welche auch einen etwas breiteren, braunen Saum zeigen. Weiters wirkt die Bauchseite bei den flüggen Junggänsen verwaschen bräunlich-grau, wohingegen sie bei den Altvögeln etwas dunkler gefärbt ist.

Allerdings irrt, wer annimmt, dass sich die Junggänse im Flug mit bloßem Auge von den Alttieren problemlos unterscheiden ließen. Erst recht irrt er darin , dies sei unter den Bedingungen einer Jagd mittels eines kurzen Blickes über Kimme und Korn einer Schrotflinte möglich.

Also lassen solche Aussagen nach den Gesetzen der Logik nur den Schluss zu, dass entgegen allen Grundregeln von „Waidgerechtigkeit“ entweder auf flugunfähige, hilflos am Boden hockende Gössel im Jugendgefieder geschossen wurde – dann lügt das Bundesjagdgesetz (§§ 1 u. 3) bezüglich irgendeiner „Waidgerechtgerechtigkeit“ und verkommt damit zu bloßer Makulatur, welche das Papier nicht wert sein kann auf dem sie gedruckt ist.

Oder aber es lügt Derjenige, welcher behauptet, ein Jäger könne einen Jungvogel im Fluge an Hand dessen Gefieders von einem Altvogel unterscheiden.

Die vorliegenden Abschusszahlen, welche 89 abgeschossene Jungvögel 61 abgeschossene Altvögel gegenüber stellen, beweisen, dass hier offensichtlich ziemlich wahllos auf Gänse geschossen wurde.

Wie wurde dabei sichergestellt, dass keine Elterntiere geschossen wurden? Das Bundesjagdgesetz sagt dazu u.a.:

Bundesjagdgesetz

§22 Jagd- und Schonzeiten

(4) In den Setz- und Brutzeiten dürfen bis zum Selbständigwerden der Jungtiere die für die Aufzucht notwendigen Elterntiere, auch die von Wild ohne Schonzeit, nicht bejagt werden.

Selbstverständlich warobige Frage rein rhetorischer Natur – die Antwort ist nur allzu offenkundig. Und weil mir die Ausreden seitens schießfreudiger Zeitgenossen nur allzu bekannt sind, noch eine Anmerkung zum Begriff "Selbstständigwerden": Eine Gans welche soeben gelernt hat zu fliegen ist ebensowenig selbstständig wie ein Menschenkind, welches eben zu laufen lernte.

Dies nur um zu klarzustellen, dass des Waidmanns grün-abituriellen Plattitüden eine gewisse Berechenbarkeit immanent ist.

Zusammenfassend bestehen also folgende Möglichkeiten:

•  Man hat die Jungvögel tatsächlich an ihrem Jugendgefieder unterschieden und die Tiere am Boden buchstäblich niedergeschossen resp. hingerichtet .

•  Man hat sie faktisch nicht zu unterscheiden vermocht und infolgedessen wahllos auf die Gänse geschossen.

•  Man hat die 89 Junggänse am Boden und die 61 Altvögel im Fluge geschossen.

Eine Unterscheidbarkeit der Gänse im Fluge nach Jungvögel/Alttiere unter den Bedingungen einer Jagd zu behaupten, ist indes eine ebenso dreiste wie plumpe Lüge.

Es sei denen, die weiterhin darauf beharren, sie könnten sehr wohl die Gänse an Hand des Gefieders unterscheiden, frei, mir unter den realen Bedingungen einer Jagd das Gegenteil zu beweisen.

Noch eine kurze Schlussbemerkung: Demokratie setzt – sofern sie ihrem Namen gerecht werden soll – die Einbeziehung der Bürger und Transparenz diesen gegenüber voraus. Wenn also behauptet wird, eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss von Gänsen sei in öffentlichem Interesse und werde nach für den Tier-, Naturschutz maßgeblichen Regeln umgesetzt: Warum werden diese Maßnahmen nicht öffentlich angekündigt und der Bevölkerung das Recht eingeräumt sich vom Ablauf solcher Aktionen jeweils selbst ein Bild am Ort des Geschehens zu machen?

Aber: Auch diese Frage ist leider rein rhetorisch. Mit allseits bekannter Antwort.

Werner Hupperich

Jägerquiz - jede Verwechslung ausgeschlossen

Jäger sind schon ganz besondere Menschen. Gesegnet nicht nur mit außergewöhnlichen Gaben ("Jagdausübungsberechtigung"), elitärem Wissen ("Grünes Abitur") und mindestens einem Schießgewehr, sondern auch besonderen Sinnen ("Augen wie ein Luchs", "Ohren wie Rhabarberblätter" usw.), welche einem Jäger die exakte Bestimmung eines Kleinnagers im Unterholz bei völliger Dunkelheit an Hand dessen Furzgeräusches auf Artniveau erlaubt. Erst recht bei fliegenden Gänsen in Dunst, Dämmerung und Gegenlicht. Mit dieser außergewöhnlichen Schieß- und Wahrnehmungsapparatur ausgestattet - Batman würde vor Neid erblassen - ist ein Jäger vor jedweden Irrtümern gefeit und eliminiert selbst aus dichtetsten Vogelschwärmen die Schäd- und Lästlinge mit chirurgischer Präzision sauber heraus. 

Ob Sie auch das Zeug zu einem solchen Leben als Supermensch hätten, können Sie leicht herausfinden. Wir haben dazu auf einem Foto, welches unter anderem eine ganze Menge Nonnengänse an ihrem Schlafplatz am Dollart zeigt (Aufnahme: Eilert Voß), ein paar Fehler eingebaut. Diese Fehler markieren Sie bitte binnen 30 Sekunden an Ihrem Monitor (Hinweis für Waidmänner: Wasserfester Filzstift, Heftzwecken und Nägel ausschließlich auf eigenes Risiko!). Wenn Sie glauben alle Fehler erkannt zu haben oder 30 Sekunden verstrichen sind, scrollen Sie bitte einfach nach unten auf unser Lösungsfoto und gleichen Sie Ihr Ergebnis mit diesem ab.

 

Rätselbild

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

...und? Fehler gefunden?

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

..dann können wir ja auflösen:

Auflösung

 Lösung ("Fehler" von links nach rechts):

1. Boeing 737

2. Airbus A 320

3. Embraer ERJ-145

4. Kampfjet Lockheed F-16*

* Von einem Beschuss der F-16 ist aus Gründen der eigenen Sicherheit dringend abzuraten. Nicht weil es sich dabei etwa um eine geschonte Art handelte, sondern weil möglicherweise von dieser Sorte "Gans" mit Erwiderung des Feuers zu rechnen wäre.

Werner Hupperich

PS: Mancher Fuchs unter den möglicherweise am Quiz teilnehmenden Jägern sähe sich vieleicht zum Einwand genötigt: "Flugzeuge sind in Wirklichkeit aber viel größer als Gänse!", was mich dann zur Erwiederung veranlasste: "Stimmt! Allerdings ist der Jupiter tatsächlich auch viel größer als Luna, wirkt aber dennoch bei Betrachtung mit bloßem Auge viel kleiner..".